Darmkrebs – Die Diagnose

Wenn ein Arzt Darmkrebs festgestellt hat, wird unmittelbar die geeignete Behandlung eingeleitet. Dazu müssen zunächst weitere Untersuchungen durchgeführt werden.

Eine Krebserkrankung des Dickdarms (Kolonkarzinom) oder des Mastdarms (Rektumkarzinom) stellt für Betroffene zunächst einen großen Schock dar. Je nach Stadium können aufgrund verbesserter Medikamente und moderner Operationsverfahren  jedoch gute Heilungschancen bestehen. Zunächst müssen weitere Untersuchungen durchgeführt werden, damit für die behandelnden Ärzte die Größe und Lokalisation des Tumors ersichtlich ist. Zudem ist es wichtig zu wissen, ob auch andere Organe mit Absiedlungen des Tumors (Metastasen) befallen sind.  Zu den häufigsten Untersuchungen gehören Darmspiegelung, Ultraschall, Computertomografie (CT), Magnetresonanztomografie und eine Blutentnahme. Für die Planung der Weiterbehandlung ist eine Klassifizierung des Tumors hilfreich. Dies geschieht nach dem TNM-System und dient der Charakterisierung des Krebses (Staging).

TNM ist die Abkürzung für:

  • T = Tumor, beschreibt die Ausdehnung des Tumors
  • N = Nodus (Lymphknoten), beschreibt den Befall von Lymphknoten
  • M = Metastasen, beschreibt, ob Tochtergeschwülste vorhanden sind

Die wichtigsten Abstufungen für die Einteilung des Darmkrebses sind:

  • T1 = Der Tumor erstreckt sich nur auf die Darmschleimhaut.
  • T2 = Der Tumor erstreckt sich zusätzlich auf die Muskulatur der Darmwand.
  • T3 = Der Tumor betrifft auch das Bauchfell oder andere Nachbargewebe.
  • T4 = Der Tumor betrifft auch benachbarte Organe.
  • N0 = Kein Lymphknotenbefall
  • N1 = Der Tumor erfasst ein bis drei benachbarte Lymphknoten.
  • N2 = Der Tumor erfasst vier oder mehr benachbarte Lymphknoten.
  • M0 = Kein Nachweis von Tochtergeschwülsten.
  • M1 = Tochtergeschwülste nachweisbar.

Nach der Klassifizierung kann nun das Stadium des Krebses bestimmt und die geeignete Therapie eingeleitet werden. Wenn der Krebs in einem „frühen“ Stadium entdeckt wurde, besteht eine sehr gute Heilungschance.

Beispiel für Darmkrebs in einem relativ „frühen“ Stadium:

  • T1: Der Tumor erstreckt sich nur auf die Darmschleimhaut
  • N0: Kein Lymphknotenbefall
  • M0: Kein Nachweis von Tochtergeschwülsten

In diesem Beispiel geht man davon aus, dass eine Operation in über 90% der Fälle zu einer vollständigen Heilung führen kann. Eine Darmkrebstherapie erfolgt für jeden Patienten individuell. Hierbei gilt: Die Therapie des Kolonkarzinoms unterscheidet sich deutlich von der eines Rektumkarzinoms. Fragen Sie Ihren Arzt!